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"Bergedorf for Ewer"

Der lange Weg zum Start

 

Stapelhub am 1. Juni 2013

Vier Jahre Recherche zur Geschichte und Bauweise der Vierländer Gemüse-Ewer waren nötig um genug Quellen zu finden nach denen man einen Konstruktionsplan zeichnen konnte. Es gab weder Zeitzeugen noch existierende große Ewer.

Einen kleinen, rund acht Meter langen Ewer gibt es noch. Er war lange Zeit Ausstellungsstück im Frei­licht­museum Rieckhaus in Hamburg-Curslack und befindet sich heute im Altonaer Museum, ist aber leider nicht aus­gestellt. Von den großen, bis zu 16 Meter langen Ewern ist jedoch nicht mal mehr eine Planke erhalten geblieben. Obwohl diese Schiffe seit dem Mittelalter die Märkte Hamburgs mit frischen Lebens­mitteln versorgten und so das Wachs­tum der Stadt mit ermöglichten, sind sie bedeutungslos geworden, als Anfang des 20- Jahr­hunderts Eisenbahn und Lastkraftwagen endgültig den Transport übernahmen.

Nach den Forschungen des „Förder­vereins Vierländer Ewer“ wurde der letzte, längst motorisierte Ewer 1940 außer Dienst gestellt. Was mit den ausgemusterten Ewern geschah, liegt bis heute im Dunkeln.

Parallel zu den aufwändigen Recherchen bemühte sich der Verein um Mitglieder, Spender und um eine Förderung des Projekts aus EU-Mitteln.

Die Gelegenheit an einem Schiff mit zu bauen bietet sich nicht so oft und so fanden sich schon in den Anfängen des, auf große Beteiligung aller interessier­ten Menschen ausgelegte, Projekts viele ehrenamtliche Mitstreiter.
Ganz so ein­fach war es aber nicht, an Fördergeld der Europäischen Union zu kommen. Erst durch aktive und inten­sive Mitarbeit im Vorberei­tungs­prozess zur Umsetzung von „Leader“, dem EU-Programm zur För­derung ländlicher Räume, gelang es dem Verein gemein­sam mit Bezirk und Land, die Hälfte der Projektkosten von rund 260.000,00 € aus Brüssel zu bekommen. – Die andere Hälfte musste der Verein aufbringen.